Aufarbeitung als Grundlage für Demokratie-Verständnis - Die Sächsische Landesbeauftragte erinnert zum Tag der Deutschen Einheit

Pressemitteilung 13/2021 vom 01.10.2021

Am 3. Oktober 2021 jährt sich der Tag der Deutschen Einheit zum 31. Mal. Die Sächsische Landesbeauftragte Dr. Nancy Aris erinnert aus diesem Anlass daran, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur weiterhin Priorität haben muss.

Stand der Landesbeauftragten im Sächsischen Landtag

Stand der Landesbeauftragten im Sächsischen Landtag

Das sei heute wichtiger denn je, weil der Begriff „Diktatur“ mitunter verharmlost und undifferenziert eingesetzt werde, wenn es um die Beschreibung gegenwärtiger gesellschaftlichen Probleme gehe. „Am 3. Oktober feiern wir die Deutsche Einheit. Ost- und Westdeutschland sind dieses Jahr seit 31 Jahren wieder vereint. Es gibt Musterbeispiele gelebter Einheit, wirtschaftliche Verzahnung und kulturelle Vernetzung gehören zum Alltag. Ganze Generationen sind mittlerweile herangewachsen, die keine Erinnerungen mehr an die Teilung haben. Dennoch hinterlässt die DDR und die jahrzehntelange Diktatur bis heute tiefe gesellschaftsstrukturelle, wirtschaftliche und mentale Spuren. Zahlreiche Menschenrechtsverletzungen durch das DDR-Regime sind immer noch nicht ausreichend aufgearbeitet. Es ist wichtig, weiterhin über begangenes SED-Unrecht zu informieren, die Opfer zu entschädigen und zu würdigen. Dazu gehört auch die Einrichtung von Gedenkstätten. Ich wünsche mir deshalb, dass Hoheneck, das zentrale Frauengefängnis der DDR, bald als Gedenkstätte seine Türen öffnet“, erläutert Dr. Nancy Aris.

Aus Anlass der Feierlichkeiten zum 3. Oktober ist die Sächsische Landesbeauftragte mit einem Stand beim Tag der offenen Tür im Sächsischen Landtag vertreten. Von 13 bis 18:00 Uhr können sich interessierte Besucherinnen und Besucher über die Arbeit der Landesbeauftragten im Plenarsaal des Sächsischen Landtags informieren, Stasi-Akten-Einsicht beantragen oder in einem Quiz ihr Wissen über die DDR testen.
 

Pressekontakt:
Magdalena Ermlich
Stellvertretende Landesbeauftragte

Tel.: +49 (0)351 493 3704 | Fax: +49 (0)351 451031 3709
E-Mail: magdalena.ermlich@slt.sachsen.de | www.lasd.landtag.sachsen.de