Am 17. Juni 2026 jährt sich der Volksaufstand in der DDR zum 73. Mal. Was im Sommer 1953 als sozialer Protest von Berliner Bauarbeitern begann, weitete sich rasch in über 700 Städten und Gemeinden zu einem landesweiten Aufstand für Demokratie, freie Wahlen und die deutsche Einheit aus. Mehr als eine Million Menschen gingen damals auf die Straße, ehe sowjetische Panzer eingriffen und den Aufstand niederschlugen. Die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur würdigt den Aufstand als bedeutendes gesamtdeutsches Ereignis. Sie erinnert an den Mut der Menschen und gedenkt der Opfer, die er forderte.
Dr. Nancy Aris spricht am 17. Juni 2026 bei der Gedenkveranstaltung auf dem Chemnitzer Kaßberg und nimmt am Abend an einer Veranstaltung des Johann-Amos-Comenius-Clubs Sachsen im Dresdner Stadtarchiv teil. Aber wie vermittelt man die Geschehnisse an junge Menschen, für die der „17. Juni“ nur noch Schulbuch-Wissen ist? Dieser Frage widmet sich die Jugendfreiheitskonferenz in der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden. Dort wird Dr. Nancy Aris bei einem Podium mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und den teilnehmenden Jugendlichen ins Gespräch kommen. Im Mittelpunkt steht die Frage, was uns Freiheit heute wert ist? Würden wir handeln, wenn demokratische Grundwerte unter Druck geraten? Wären wir bereit, Widerstand zu leisten oder Verantwortung zu übernehmen? Gerade im generationsübergreifenden Gespräch wird der Wert von Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie oft greifbarer.
„In einer Zeit, in der freiheitlich-demokratische Werte weltweit unter Druck geraten, sogar offen in Frage gestellt werden, liefert der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 eine hochaktuelle Lektion. Unter den Aufständischen waren viele junge Menschen. Sie wollten selbstbestimmt leben und haben dafür einiges riskiert. Ein Wunsch, der Jugendliche auch heute miteinander verbinden und aktivieren sollte“, so die Landesbeauftragte Dr. Nancy Aris.
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