Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Erinnerungskultur

Wir arbeiten DDR-Geschichte(n) auf und setzen uns für eine lebendige Erinnerungskultur ein.

Informationen zur Aufarbeitung
Bürgerberatung LASD

Beratung

Wir beraten zu Fragen der Rehabilitierung von SED-Unrecht und helfen bei der Beantragung von Unterstützungsleistungen.

Unsere Beratungsangebote
Schüler beim Workshop

Politische Bildung

Unsere Bildungsangebote geben Einblicke in das politische System der DDR und den Lebensalltag der Menschen.

Unsere Bildungsangebote
  • Forschungsprojekt „Zwangsadoptionen in der SBZ/DDR von 1945 – 1989“ vorgestellt

    Mit der Veröffentlichung der Studie „Aufarbeitung Zwangsadoptionen in der SBZ/DDR 1945–1989“ liegt erstmals eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung dieses Themas vor. Das Forschungsprojekt, durchgeführt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mehrerer Universitäten unter Leitung des Deutschen Instituts für Heimerziehungsforschung Berlin, schließt eine zentrale Forschungslücke zur politischen Motivation von Adoptionsverfahren. Untersucht wurden rechtliche Grundlagen, staatliche Handlungsspielräume sowie die Praxis von Kindesentzugsmaßnahmen und Adoptionen in der SBZ/DDR. Die Ergebnisse zeigen, dass diese häufig unter erheblichem staatlichem Druck erfolgten und von den Betroffenen als Zwang erlebt wurden. Ein systematisches, planvolles und explizit politisches Vorgehen des Staates geht aus ihnen allerdings nicht hervor. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sind nicht zuletzt für die Beratungstätigkeit der Landesbeauftragten von hohem Nutzen.

  • „Hoheneck“ – Neue Publikation in der Reihe der Sächsischen Landesbeauftragten

    Hoheneck war eines der berüchtigtsten Gefängnisse der DDR. Sebastian Lindner legt mit im aktuellen Band der Buchreihe erstmals eine umfassende Geschichte des Haftortes vor. Er gibt einen Überblick über Häftlingsstruktur, Verurteilungspraxis und die Haftbedingungen im Wandel der Zeit. Im Mittelpunkt stehen der Alltag der Inhaftierten sowie persönliche Schicksale. Auf Grundlage umfangreicher Archivrecherchen bietet Lindner beklemmende Einblicke vor allem in das Zusammenspiel von Wachpersonal, Anstaltsleitung und Staatssicherheit. Er zeigt, wie rigide die Staatsmacht gegen vermeintliche Feinde vorging und deren Arbeitskraft rücksichtslos ausbeutete. Das Buch ist der mittlerweile 21. Band der Buchreihe der Sächsischen Landesbeauftragten, welche sie seit über zwanzig Jahren herausgibt.

  • Erinnerung an den 9. November – bundesweiter Härtefallfonds für SED-Opfer startet

    Kaum ein anderes Datum steht so sehr für die Brüche und Wendepunkte in der deutschen Geschichte wie der 9. November. Er verbindet verschiedene Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts, die tief in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben sind. Die Sächsische Landesbeauftragte blickt besonders auf das Ereignis von 1989, als Millionen Menschen erlebten, wie sich die Teilung Deutschlands und Europas auf friedliche Weise aufzulösen begann. Die Folgen der SED-Diktatur sind dennoch bis heute spürbar. Oft sind die, die die etwas riskiert haben und deshalb verfolgt wurden, wirtschaftlich beeinträchtigt. Ein Weg, diese Menschen zu unterstützen, sind die SED-Unrechtsbereinigungsgesetze. Am 1. Juli 2025 trat eine Gesetzesnovellierung in Kraft: Der im neuen Gesetz vorgesehene bundesweite Härtefallfonds startet nun an historischem Datum, dem 9. November 2025.

  • Mauerfall-Jahrestag: Gemeinsames Erzählcafé mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

    Anlässlich des Mauerfall-Jahrestages lädt die Sächsische Landesbeauftragte in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden am 09. November 2025 zu einem Erzählcafé in das Japanische Palais ein. Los geht es dort im Foyer um 14:00 Uhr. Um eine Anmeldung über die Ausstellungswebsite wird gebeten. Im Mittelpunkt des rund zweistündigen, dialogischen Formates steht Hans-Peter Spitzner. Er wagte im Sommer 1989 als einer der Letzten gemeinsam mit seiner Tochter über den Checkpoint Charlie die Flucht aus der DDR. Innerhalb der Ausstellung "Die Blauen Schwerter - Meissen in der DDR" spricht er über seine Erinnerungen an die Zeit der Teilung, seine Flucht und die Zeit danach. Zwischen den ausgestellten Objekten entsteht dabei Raum für Fragen und einen gemeinsamen Austausch.

  • Freital und BGH Edelstahlwerk erinnern mit Hinweistafel an ehemaligen Jugendwerkhof

    Am 28. Oktober 2025 wird um 11:00 Uhr auf dem Gelände der BGH Edelstahlwerk in Freital eine Hinweistafel für den ehemaligen Jugendwerkhof „Junge Welt“ enthüllt. Seit rund zehn Jahren erinnert die Stadt mit verschiedenen Tafeln an die eigene Ortsgeschichte. Nun entstanden zwei weitere, welche beide öffentlich zugänglich sein werden. Eine erinnert an ein Kriegsgefangenenlager, die andere an besagten Jugendwerkhof. Beide Einrichtungen befanden sich auf dem heutigen Firmengelände. Der Jugendwerkhof „Junge Welt“ war von 1949 bis 1989 eine Einrichtung des staatlich-repressiven Heimerziehungssystems. Da seine wissenschaftliche Aufarbeitung noch am Anfang steht, lädt die Sächsische Landesbeauftragte insbesondere ehemalige Insassen dazu ein, ihre Erfahrungen einzubringen und so zur weiteren Aufklärung beizutragen.

  • Kahlschlag 1965 - Ab Oktober neue Filmreihe der Sächsischen Landesbeauftragten

    Die Sächsische Landesbeauftragte nimmt den 60. Jahrestag des sogenannten Kahlschlagplenums zum Anlass, um in der Veranstaltungsreihe "Verbotene Filme - Vergessene Träume" sechs der zwölf Filme zu zeigen, deren Erscheinen damals untersagt wurde. Die Reihe startet am 15. Oktober 2025 um 18:00 Uhr im Clubkino Lingnerschloss in Dresden mit dem Klassiker "Das Kaninchen bin ich". Bis zum 03. Dezember 2025 werden dort unter anderem "Berlin um die Ecke", "Fräulein Schmetterling" oder "Spur der Steine" zu sehen sein. Die Reihe wird von Fachgesprächen begleitet und in freundlicher Zusammenarbeit mit der Filminitiative Dresden realisiert. Das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED markierte 1965 einen tiefen Einschnitt im Kulturleben der DDR. Infolgedessen wurden nicht nur Filme verboten und laufende Projekte abgebrochen, sondern auch zahlreiche Fernsehproduktionen, Theaterstücke und Bücher aus dem Verkehr gezogen sowie Musiker mit Auftrittsverboten belegt.

  • Einweihung der Tafel „frauenorte sachsen“ in der Gedenkstätte Hoheneck

    Der Landesfrauenrat Sachsen e.V. und die Gedenkstätte Hoheneck laden am 10. Oktober 2025 um 14:00 Uhr zur Einweihung der neuen „frauenorte sachsen“-Tafel in Hoheneck, dem ehemaligen zentralen Frauengefängnis der DDR, ein. Die Sächsische Landesbeauftragte begrüßt diese besondere Würdigung ausdrücklich, auch wenn sie auf den ersten Blick irritierend erscheint. Denn mit den „Frauenorten“ würdigt der Landesfrauenrat eigentlich Frauen, die auf politischem, sozialem, wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, kulturellem und/oder sportlichem Gebiet besondere Leistungen vollbracht haben. In Hoheneck gab es nichts dergleichen. Im Gegenteil. Solcherlei Ambitionen wurden systematisch unterdrückt. Dennoch ist die 46. „frauenorte sachsen“-Tafel genau richtig, denn „Hoheneck steht exemplarisch für die Unterdrückung weiblicher Stimmen in einem autoritären Staat, aber auch für ihren Mut und ihre Standhaftigkeit“, so heißt es in dem von Dr. Nancy Aris verfassten Tafeltext.

Unser Berater vor Ort - Utz Rachowski
Beratung

Regionale Vor-Ort-Beratung

Regionale Vor-Ort-Beratung

Mehr dazu
Schüler beim Workshop
Politische Bildung

Bildungsangebote

Unsere Bildungsangebote für Schulen

Mehr dazu
Coverdetail
Politische Bildung

Publikationen

Buchreihe der Sächsischen Landesbeauftragten

Mehr dazu