Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Bundesverdienstkreuz an Alexander Latotzky

Alexander Latotzky

Alexander Latotzky

Am 4. Juli 2020 überreicht der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer stellvertretend für den Bundespräsidenten Alexander Latotzky das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Bundespräsident ehrt damit Latotzkys Engagement für die Aufklärung von kommunistischem Unrecht in der SBZ und der DDR. Seit Jahrzehnten setzt sich dieser nicht nur als Vorsitzender des Bautzen-Komitees, sondern auch als Zeitzeuge für eine lebendige Aufarbeitung und einen generationenübergreifenden Dialog ein. Der Landesbeauftragte beglückwünscht Alexander Latotzky zum Verdienstorden. 

 

„Das lässt einen nicht mehr los“ geht in die 4. Auflage

Buchcover "Das lässt einen nicht mehr los"

Buchcover "Das lässt einen nicht mehr los"

Menschen über ihre politische Verfolgung in der SBZ und der DDR berichten zu lassen, ist Anspruch und Anliegen mit dem Nancy Aris 32 packende Lebensgeschichten versammelt hat. In „Das lässt einen nicht mehr los“ zeichnen sie ein facettenreiches Bild der kommunistischen Diktatur mit ihrer Vor- und Nachgeschichte. Nach der Erstveröffentlichung 2017 war das Interesse an dem Band groß. Aktualisiert und inhaltlich um interessante Berichte und neues Bildmaterial ergänzt, ist „Das lässt einen nicht mehr los“ nun in vierter Auflage erschienen.

 

17. Juni 1953 – Ein historischer Tag für die Demokratie in Deutschland

Der 17. Juni 1953 in Leipzig

Der 17. Juni 1953 in Leipzig

Knappe Lebensmittelversorgung, lange Schlangen vor den Geschäften und steigende Arbeitsnormen. Am 17. Juni 1953 weiten sich in der DDR lokale Streiks schnell zu einem Volksaufstand aus. Rund eine Million Menschen protestieren gegen wachsende soziale Probleme, Bevormundung und Repression. Der Ruf nach Selbstbestimmung und Freiheit wird laut, was das SED-Regime mit Hilfe sowjetischer Truppen zunächst niederringt und die Friedliche Revolution später verwirklicht.

 

Auch in diesem Jahr gedenkt der Landesbeauftragte den Frauen und Männern, die am 17. Juni 1953 auf die Straße gingen, um mit viel Mut und Zivilcourage gegenüber einem scheinbar übermächtigen Machtapparat ein Zeichen für Freiheit und Demokratie zu setzen. Rund 50 Menschen verlieren ihr Leben. Etwa 15.000 Personen werden im Zusammenhang des Aufstandes verhaftet, über 1.500 von DDR-Gerichten und sowjetischen Militärtribunalen verurteilt. Wegen der Corona-Pandemie ist es ein stilles Gedenken, Erinnern und Ehren.

 

Der 17. Juni 1953 zählt zu den herausragenden Daten der deutschen Geschichte. Um darüber im lebendigen Austausch zu bleiben, ist es dem Landesbeauftragten mit Blick auf künftige Generationen wichtig, nicht zuletzt mit seinen Bildungsangeboten zusätzliche Impulse in die politische Bildungsarbeit einzuspeisen.  

 

Lutz Rathenow stellt 25. Tätigkeitsbericht vor

Der Landesbeauftragte im Sächsischen Landtag

Der Landesbeauftragte im Sächsischen Landtag

Der Landesbeauftragte stellt am 10. Juni 2020 erstmals vor dem Plenum des Sächsischen Landtags seinen aktuellen Tätigkeitsbericht vor. Der Berichtszeitraum betrifft zum ersten Mal zwei Jahre, beginnend mit 2016 und endend mit 2018.

Der 25. Tätigkeitsbericht behandelt unter anderem die behördeneigene Publikationsreihe, die Bürgerberatung, die schulische und außerschulische Informations- und Bildungarbeit, die Förderung von Projekten und Veranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Ministerien, Gedenkstätten, Stiftungen und Aufarbeitungsinitiativen.

Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2020

Karl-Wilhelm-Fricke-Preis

Karl-Wilhelm-Fricke-Preis

Am 10. Juni 2020 wird die Bürgerrechtlerin, Autorin und Regisseurin Freya Klier mit dem diesjährigen Karl-Wilhelm-Fricke-Preis ausgezeichnet. Die Bundesstiftung Aufarbeitung würdigt damit das Lebenswerk und das bis heute herausragende Engagement der gebürtigen Dresdnerin für Demokratie und Freiheit.

 

Anlässlich von 30 Jahren deutscher Einheit vergibt die Bundesstiftung Aufarbeitung zusätzlich drei Sonderpreise. Deren Träger sind die Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V., das National Human Rights Museum in Taiwan und das Martin-Luther-King-Zentrum in Werdau, für welches der Landesbeauftragte per Videoschalte die Laudatio hält.

 

WIR SIND UMGEZOGEN:

Ab dem 01.07.2020 finden Sie uns unter der neuen Besucheranschrift Devrientstraße 1 in 01067 Dresden, verkehrsgünstig gelegen zwischen dem Sächsischen Landtag und der Semperoper.

Neu in der Buchreihe des Landesbeauftragten erschienen:

BAND 18: Als der Sozialismus aufs Dorf kam von Nancy Aris/ Wolfram Männel (Hrsg.) · BAND 19: Erwachsenwerden hinter Gittern von Falk Mrázek

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